Nachdem die Landesmeisterschaft MacPom in Lüssow letztes Jahr
ausgefallen ist, konnten wir nun endlich mal wieder zum Flinte
schiessen an die Küste fahren.
Mit erstem Start um 08:40 Uhr zwangen uns die Organisatoren zwar
mitten in der Nacht aus dem Bett, aber dafür hatten wir dann auch
genügen Zeit, um neben der LM Flinte auch noch am Frühjahrspokal der
SLG Stralsund in DP1, PP 1 und einer Fun-Disziplin teilzunehmen.
Also 05:30 Uhr Start im Berliner Süden, 06:00 Uhr Matthias in
Prenzelberg einladen und ab auf die Bahn Richtung Norden. Da um die
Uhrzeit sonst fast niemand in die Richtung will, hatten wir die 263
Km dann auch in knapp 2 Stunden hinter uns.
Und, wie eigentlich nicht anders erwartet, waren wir dann auch fast
die ersten auf dem Stand. Nur die guten Geister, die für das
leibliche Wohl sorgen, waren schon bei der Arbeit, sodass wir unser
Überleben mit frischem Kaffee sichern konnten.
Kurz bevor wir ernsthaft anfingen uns zu fragen, ob wir uns vielleicht im Termin vertan hätten tauchte dann auch Conny (Jens Conrad, frischgebackener Landesreferent Sportliche Flinte MacPom) auf und klärte uns auf: "Wir sind diesmal hinten auf dem Stand. Hier vorne ist irgend was mit Jägern - da halten wir lieber Abstand!". In weiser Voraussicht haben wir unseren ganzen Kram noch nicht aus dem Auto geladen, also fahren wir zu den hinteren Ständen. Und kaum macht man die Autotür auf hört man auch schon:"Ach nee! Die BErliner sind auch wieder da!".
Also Kram ausladen und alle bekannten Gesichter - inzwischen eigentlich so ziemlich jeder, der hier ist, begrüßen. Und wenn man dann so weit war - ab an den Start. Bei RF hatte dann meine italienische Zicke (Benelli M3 Super 90) wieder das Lüssow-Syndrom. Irgend etwas klappt immer nicht, wenn ich mit ihr hier bin. Diesmal klemmten zig Patronen beim repetieren. Da kann man dann zwar schön mehrfaches NAchladen und Beseitigen von Störungen unter Wettkampfbedingungen üben, endete aber mit einem Faktor von 9,85. Dafür lief SF um mit meinem persönlich bisher besten Ergebnis von 18,62 um so besser.
Die Gesamtergebnisse finden sich hier (sobald sie veröffentlicht sind)
Und nachdem der Flintenteil dann so um kurz vor 11 für uns schon
erledigt war, konnten wir uns den "Kurzen" widmen und DP 1 und PP1
schiessen.
Es gab ein wenig ungläubiges Staunen, dass wir beide PP1 mit einer
45er schiessen wollten. "Die repetieren doch gar nicht schnell genug
für die Doubletten!" meinte sogar jemand. Da dieser Jemand aber auch
kurz vorher erwähnt hatte, dass er seine .357 Mag genau so lädt wie
seine 9mm ("Um ein Loch in Papier zu stanzen reicht das doch!")
konnten wir uns dazu jeden Kommentar sparen. Und als dann die
Scheiben zur Auswertung kamen waren auch die letzten Zweifler
überzeugt, da Matthias quasi die komplette 10 aus der PP1 Scheibe
ausgestanzt hatte. Mit 290 Ringen belegte er dann auch den
zweiten Platz in der Gesamtwertung. So viel zum Thema .45 und PP 1 vertragen sich nicht:-)
Und auch mit seiner Uralt-Tupperware (Glock 17) reichte es ihm für den dritten Platz bei DP 1.
Um die gewohnte Aufteilung beizubehalten (Matthias schießt präzise und ich schnell) konnte
ich mit meiner .45er dann noch den dritten Platz beim Fun-Wettbewerb (5 Stahlscheiben mit
max. 6 Schuß möglichst schnell) belegen.
Nachdem wir uns dann zwischendurch mit Ingo für ein Wochennde mit Schießkino in Rostock und
300m Bahn mit der Remington 700 in Güstrow verabredet hatten, ging es dann auch rundum zufrieden
zurück nach Berlin.